Reisemagazin - Lanzarote, Kanarische Inseln

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Lanzarote, die schwarze Schönheit

Die Wohnung des Künstlers César Manrique in einem Lavakanal
Die Wohnung des Künstlers César Manrique in einem Lavakanal.
Foto: pr-himmrich

Lanzarote, die schwarze Schönheit, eine Insel, wo die Erde ihr Innerstes nach außen gespuckt hat, ein Ort mit sprödem Charme für Touristen, die einen Blick für exotische Landschaft haben. Für die meisten Deutschen gehört das Eiland vor der nordwestafrikanischen Küste zu den erreichbaren Traumzielen in den kalten, grauen Wintermonaten. Der Frühling liegt nur vier Flugstunden entfernt und heißt Kanarische Inseln. Während das Dorado der Surfer und Sandfetischisten Fuerteventura heißt, die Freunde der Nacht sich auf Gran Canaria oder Teneriffa ihren Urlaub buchen, wählen diejenigen, die das Besondere lieben: Lanzarote.

Die fast 800 Quadratkilometer große und rund 1000 Kilometer vom spanischen Mutterland entfernte Insel verdankt ihren weltweit guten Ruf nicht zuletzt einem Mann, nämlich César Manrique. Als Architekt und Künstler hat er zu Lebzeiten ihre natürliche Schönheit und insbesondere ihre vulkanische Beschaffenheit mit großem Einsatz geschützt, erhalten und in sein Werk eingebunden. Dies hat nicht nur die UNO honoriert, indem sie Lanzarote zum Biosphären-Reservat für Wissenschaft, Bildung und Kultur erklärt hat, sondern auch die steigende Zahl der Erholung suchenden Menschen. Ein Beispiel dafür, dass Tourismus und Umweltschutz kein Gegensatz sein muß.

Die Insel hat eine jahrhundertealte Kulturgeschichte. Manche Quellen behaupten sogar, ihr Name stamme von Lanzelot, dem berühmten Ritter der Tafelrunde, ab. Tatsächlich verdankt sie ihn dem Genueser Kaufmann und Seefahrer Lanceloto Malocetto. Historisch verbürgt sind die Fakten erst seit gut 500 Jahren. Am meisten geprägt haben Lanzarote die Vulkanausbrüche vor rund 180 Jahren. Lava und Asche bedecken ein Fünftel der Fläche, zerstörten die damals fruchtbarsten Anbaugebiete und schufen die Voraussetzungen für Manriques künstlerisches Werk.

Vulkanlandschaft im Nationalpark de Timanfaya
Vulkanlandschaft im Nationalpark de Timanfaya.
Foto: Tourspain

Die Architektur zeichnet sich aus durch eine humane Bauweise. Nirgends sind Touristensilos wie andernorts zu finden. Zwei bis drei Stockwerke zählen die Häuser, sind an der Küste blau-weiß und im Landesinneren grün-weiß gestrichen. Ein reizvoller Kontrast zum Schwarz der Lava und in bester Harmonie mit dem grünen Wipfeln der Palmen sowie Kakteen.

Köstlich schmecken der Wein und die Tomaten, die in Lavamulden angebaut werden. Dabei machen sich die Landwirte und Winzer eine Eigenschaft des vulkanischen Materials zu Nutze, nämlich die Fähigkeit, Tau speichern zu können, der in der Tageshitze abgegeben wird. Die Wasserversorgung für die Menschen wird mittels Entsalzungsanlagen sichergestellt. Allerdings haben sich die Menschen eine Lebensgrundlage selbst entzogen. Durch die industriell betriebene Fischerei bietet das Meer um die Kanaren keine lohnenswerte Fangergebnisse mehr. Die Verarbeitungsbetriebe mußten geschlossen werden. Im Tourismus wurden aber so viele Arbeitsplätze geschaffen, dass selbst Personal auf dem spanischen Festland angeworben werden muß.

Wer auf Lanzarote Urlaub macht, hat im Ort Puerto del Carmen die übliche Infrastruktur zur Verfügung, die ein Pauschaltourist erwartet. Der entscheidende Vorteil ist nur, dass auch hier keine Bettenburgen den Blick versperren. Wer Erholung in einmaliger Natur und Kultur sucht, der ist hier richtig. Von den Feuerbergen im Süden bis zum einmaligen Aussichtspunkt "Mirador del Rio" im Norden, gibt es vieles zu entdecken: das Tal der tausend Palmen, den Kakteenpark oder "Los Jameos del Aqua". Letztere stellen ein Naturereignis der besonderen Art dar: Nach den großen Vulkanausbrüchen ist die Lava unterschiedlich schnell erkaltet und zum Teil unterirdisch in Kanälen bis ins Meer geflossen. Zurück bleiben lange Gänge und Höhlen, die in der Nähe von Haría zu Kulturlandschaften und sogar Konzertsälen ausgebaut wurden. Manrique richtete sich in einem solchen Tunnel häuslich ein. Heute ein Museum, dessen Besuch empfehlenswert ist.

Ähnlich wie Manrique, der die Natur in sein Lavahaus integriert hat, so versuchen dies auch manche Hotels. Wir haben ein Haus der Beatriz-Gruppe getestet, in dem großzügig Palmen-, Lava- und Wasserlandschaften in den überdachten Erholungsbereich einbezogen werden. Wer eine solche Unterkunft wählt sollte aber in sein Budget den Mietpreis für einen Leihwagen einrechnen, um das Meer zu erreichen oder die ehemalige Inselhauptstadt Teguise sowie das historische San Bartolomé zu besuchen.

Quelle: pr-himmrich / pairola-media

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