Professur für "Co-entwickelte innovative Weinbausysteme" (w/m/d) für Geisenheim gesucht
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Job Kategorie: Universitäten/Hochschulen/Forschungsinstitute Erziehung/Bildung/Therapie
Stellenangebot Basisdaten
- Arbeitsort:
-
DE 65366 Geisenheim
- Umkreis:
-
keine Angabe.
- Art der Arbeitsstelle:
-
- Letze Aktualisierung:
-
07.03.20262026-03-07
Stellenausschreibung: Professur für "Co-entwickelte innovative Weinbausysteme" (w/m/d)
- Arbeitgeber bzw.
Arbeitsvermittler
-
Hochschule Geisenheim University in Hamburg
- Branche
-
Universitäten/Hochschulen/Forschungsinstitute
- Kategorie
-
Erziehung/Bildung/Therapie
- Stellenbeschreibung
- Im Rahmen einer gemeinsamen Berufung der Hochschule Geisenheim
Universität (HGU) mit dem Leibniz-Zentrum für
Agrarlandschaftsforschung (ZALF) ist nach dem Jülicher Modell am
neuen ZALF-Standort in Geisenheim die folgende Professur zu besetzen:
Professur für »Co-entwickelte innovative Weinbausysteme« (w/m/d)
(Bes.Gr. W2 HBesG) Kennziffer: P1-2026 Die Stelle ist mit der Leitung
einer interdisziplinären Arbeitsgruppe am ZALF innerhalb des neu
gegründeten »Innovationszentrums für Agrarsystemtransformation
(IAT)" verbunden. Das IAT ist eine dauerhafte Erweiterung des ZALF mit
insgesamt 15 neuen Forschungsarbeitsgruppen mit Standorten in Hessen
(Gießen, Kassel und Geisenheim) und Brandenburg (Müncheberg), die
überwiegend in fünf Reallaboren in Deutschland mit ihrer Forschung
zur nachhaltigkeitsorientierten Transformation der Agrar- und
Ernährungssysteme beitragen sollen. Eines der Reallabore befindet
sich im Weinbaugebiet Rheingau. Die Professur und deren Arbeitsgruppe
wird am ZALF-IAT-Campus in Geisenheim gemeinsam mit einer zweiten
IAT-Arbeitsgruppe angesiedelt. Die Professur und deren Arbeitsgruppe
wird finanziert aus Mitteln des ZALF. Eine enge Zusammenarbeit mit
Instituten und Arbeitsgruppen der Hochschule Geisenheim wird
vorausgesetzt. Weiterführende Informationen siehe
https://www.zalf.de/de/struktur/iat. Aufgaben: Es wird eine
integrations- und kommunikationsfähige, wissenschaftlich
international hervorragend ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die
das Themengebiet »Co-entwickelte innovative Weinbausysteme« in
Forschung und Lehre vertritt und damit zur Stärkung des
profilbildenden und übergreifenden Forschungsschwerpunkts
»Nachhaltiger Anbau von Sonderkulturen« der Hochschule Geisenheim im
nationalen und internationalen Kontext beiträgt. Weinbauregionen
stehen einem großen Veränderungsdruck gegenüber. Bei der
notwendigen Transformation von Weinbauregionen stehen Fragen der
Ausgestaltung nachhaltiger Weinbausysteme im Spannungsfeld des
Klimawandels und der sich verändernden Marktsituation im Mittelpunkt.
Die Forschungsschwerpunkte der durch die Professur zu leitenden
interdisziplinären Arbeitsgruppe liegen auf Fragen der Analyse
komplexer Innovationsprozesse und Akteursstrukturen sowie der
Integration verschiedener Erfahrungs- und Wissensbestände, die für
eine nachhaltige Transformation von Weinanbausystemen im Kontext
ganzer Weinbaulandschaften notwendig sind. Innovative Lösungen und
deren Zusammenspiel bedarf es etwa zur Steigerung der Wertschöpfung
im Weinbau, der Anpassung an den Klimawandel, der Integration
biodiversitätssteigernder und weitere Landschaftsfunktionen
fördernder Maßnahmen oder kombinierter Mischkultursysteme. Die
Arbeitsgruppe der Professur wird im Reallaborkontext im
Co-Design-Modus arbeiten. Forschen im Co-Design-Modus bedeutet,
gemeinsam mit Akteuren der Produktions- und Wertschöpfungskette sowie
weiteren Akteuren in der Region an Lösungen für die
Herausforderungen der Betriebe und Produktionsketten zu arbeiten und
innovative, multifunktionale Anbausysteme und Geschäftsmodelle im
Weinbau im realweltlichen Kontext zu entwickeln, testen und
wissenschaftlich zu begleiten. Forschungsgegenstände sind in diesem
Zusammenhang: die Analyse und das Co-Design von Innovationen im
Weinbau (Open-Innovation-Ansatz); die Analyse und Bewertung
(Rückblick und Vorausschau) der Interaktion von verschiedenen
Innovationen in Weinbaulandschaften; Analyse von
Innovationsökosystemen als Voraussetzung von Transformation.
Forschungsmethodische Zugänge könnten sein: datenwissenschaftlich,
unter Einschluss von heterodoxen Datenquellen, um Innovationsprozesse
zu analysieren; partizipativ, unter Nutzung von innovativen Methoden,
um bspw. mit diversen Akteuren Szenarien für innovative, nachhaltige
Anbausysteme, neue Businessmodelle und Produkte, oder politische und
gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu erarbeiten; experimentell,
insbesondere verhaltensökonomische Ansätze, um Risikoverhalten und
Fragen von Akzeptanz zu bewerten; modellierend, insbesondere
systemdynamische Modellierungen, ggf. unter Einschluss partizipativer
Methoden, um flächenhafte Bewertungen und Zukunftsszenarien zu
entwickeln. Die Tätigkeiten der Professur und der Arbeitsgruppe am
ZALF und der Hochschule Geisenheim sollen in nationale, europäische
und internationale Forschungskontexte eingebracht werden. Eine aktive
Einwerbung von Fördergeldern für Drittmittelprojekte und
Verbundvorhaben wird vorausgesetzt, um eine dynamische
interdisziplinäre Arbeitsgruppe in dem Themenfeld aufzubauen. Sie
haben die Aufgabe, Lehrveranstaltungen in den Bachelor- und
Masterstudiengängen der Hochschule Geisenheim im Umfang von zwei
Semesterwochenstunden in englischer oder deutscher Sprache
durchzuführen. Die Hochschule Geisenheim besitzt eigenes
Promotionsrecht, ein großes Interesse und eine aktive Beteiligung an
der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird erwartet. Für
die Bearbeitung der vielfältigen Fragestellungen im Reallaborkontext
wird eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlich ausgerichteten
Instituten der Hochschule (z. B. Allgemeiner und Ökologischer
Weinbau, Angewandte Ökologie, Landschaftsplanung und Naturschutz,
Wein- und Getränkewirtschaft, Oenologie, Getränkeforschung) sowie
ein großes Interesse an der interdisziplinären Zusammenarbeit im
Rahmen des IAT erwartet. Darüber hinaus wird die Bereitschaft zur
Mitwirkung in der Hochschulselbstverwaltung, insbesondere zur
Organisation der Zusammenarbeit zwischen dem IAT und der Hochschule
Geisenheim, erwartet. Voraussetzungen: Bewerberinnen und Bewerber
müssen ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Agrar-, Wirtschafts-
oder Umweltwissenschaften, eine herausragende Promotion,
darüberhinausgehende exzellente wissenschaftliche Leistungen und eine
Habilitation oder habilitationsäquivalente Leistungen in Form
einschlägiger Publikationen mit peer-review im Themenfeld der
Innovationsforschung vorweisen, idealerweise im Kontext von
agrarwissenschaftlichen Fragestellungen. Pädagogische Eignung sowie
Erfahrungen verbunden mit einem hohen Interesse an transdisziplinären
Forschungsprozessen wird erwartet. Insbesondere Kompetenz in der
Nutzung und Implementierung von Methoden der transdisziplinären und
partizipativen Forschung werden erwartet. Für dieses
Berufungsverfahren gelten die Einstellungsvoraussetzungen und die
Leistungsanforderungen der §§ 67 und 68 des Hessischen
Hochschulgesetzes (HessHG). Die Stelle steht unbefristet zur
Verfügung. Bei der ersten Berufung in ein Professorenamt erfolgt die
Anstellung zunächst in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis
von drei Jahren. Nach Feststellung der entsprechenden Bewährung ist
die Übernahme in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis
möglich. Die Übernahme in ein Beamtenverhältnis ist bei Erfüllung
der dienstrechtlichen Voraussetzungen ggf. möglich. Weitere
Dienstaufgaben und Voraussetzungen ergeben sich aus §§ 67-69, 75 und
76 HessHG. Die Hochschule Geisenheim sieht und lebt den Mehrwert von
Diversität und legt großen Wert auf die Vielfalt ihrer Mitglieder.
Durch die Infrastruktur an der Hochschule Geisenheim stehen
hervorragende Arbeitsbedingungen in einem wissenschaftlichen Umfeld
bereit, das in die Forschungslandschaft des Rhein-Main-Gebietes
eingebettet ist. Die Hochschule Geisenheim fördert die Gleichstellung
aller Geschlechter, ist als familienfreundliche Hochschule auditiert
und unterstützt ausdrücklich Bewerbungen von Kandidatinnen und
Kandidaten mit Familie oder in der Familienplanungsphase. Sie strebt
eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Lehre und Forschung an und
bittet deshalb Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben.
Bei gleicher Eignung werden Menschen mit Behinderung (i. S. d. § 2
Abs. 2 und 3 SGB IX) bevorzugt berücksichtigt. Ihren
Bewerbungsunterlagen fügen Sie dazu bitte in Kopie entsprechende
Nachweise (ohne Begründung) bei. Ihre Bewerbung senden Sie bitte
unter Angabe der o.g. Kennziffer bis 27.03.2026 mit Ihren
aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Publikationsliste,
Nachweis von Lehrerfahrungen und Lehrevaluationen sowie der
Erfahrungen in der Einwerbung und/oder Durchführung von
Drittmittelprojekten (mit Kennzeichnung des jeweiligen Eigenanteils)
sowie ein methodenorientiertes Forschungskonzept (max. 3 Seiten) für
Co-entwickelte Weinbausysteme) per E-Mail an Bewerbung@hs-gm.de (als
eine pdf-Datei mit max. 10 MB). Fachliche Fragen richten Sie bitte an
Frau Prof. Dr. Annette Reineke, Vizepräsidentin für Forschung der
Hochschule Geisenheim (Tel.: 06722/502-413, E-Mail:
Annette.Reineke@hs-gm.de) oder an Frau Prof. Dr. Bettina Matzdorf,
Co-Leitung Programmbereich Landnutzung und Governance des ZALF
(E-Mail: matzdorf@zalf.de). Die Bewerbungsunterlagen werden im Sinne
einer gemeinsamen Ausschreibung und Berufung auch dem Vorstand und dem
Kuratorium des ZALF zugänglich gemacht, die Berufungskommission ist
entsprechend mit Vertreterinnen und Vertretern beider Institutionen
besetzt. Informationen zur Verarbeitung Ihrer Bewerbungsdaten durch
die Hochschule Geisenheim finden Sie unter
https://hs-gm.de/datenschutzhinweise/bewerbung.html. Alternativ
können Sie sich auch an die oben angegebenen Kontaktpersonen wenden.
Informationen zur Hochschule Geisenheim University finden Sie unter
www.hs-geisenheim.de, zum ZALF-IAT unter www.zalf.de.
- Qualifikation
- Arbeitskräfte
- Verdienst:
- n.a.
- Bewerbung an
- Hochschule Geisenheim University
Am Strandkai 1
De 20457 Hamburg
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